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19.02.2018 Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

Nach dem Hochwasser - Die Wiederbelebung des Osendorfer Sees

Es war ein kleiner Deich, der bei der Flut 2013 gebrochen war: Er brachte die Wassermassen aus der angeschwollenen Reide in den Osendorfer See. Der Pegel des abflusslosen Tagebaurestlochs stieg um fünf Meter, setzte Sportanlagen und das Pumphaus unter Wasser. Das Gelände wurde abgesperrt. An Sport war hier nicht mehr zu denken. Kanuten und Drachenbootfahrer mussten in Ausweichquartiere am Hufeisensee.

Auch wenn die Vereine den Osendorfer See seit 2016 wieder nutzen dürfen - noch sind Millionen zur Sanierung notwendig: „Der See muss ausgebaggert werden, ein starker Algenbewuchs behindert aktuell das Paddeln im Uferbereich“, nennt Robin Preußer, Vorsitzender des Halleschen Kanu-Clubs 54, ein Problem. Die vom Hochwasser völlig maroden Gebäude direkt am Ufer sollen ab Ende März abgerissen werden, eine neue Bootshalle gebaut werden. Für das Training reichen die nicht besonders guten Bedingungen aus - „man kann damit leben“, sagt Preußler. Für Wettkämpfe ist der Osendorfer See jedoch erst wieder nach der umfassenden Sanierung geeignet.
11,7 Millionen Euro aus Fluthilfemitteln für Osendorfer See

Dafür stehen jetzt 11,7 Millionen Euro an Fluthilfemitteln bereit. Das Geld soll bis 2020 am Osendorfer See in die Sanierung nach der Flut investiert werden. „Am Osendorfer See werden zwei Fluthilfsmaßnahmen umgesetzt: die Wiederherstellung des Wassersportzentrums und die Seesanierung - Ausbaggerung und Böschungssanierung“, erläutert Stadtsprecher Drago Bock. Schon jetzt sind Vorbereitungsarbeiten gelaufen, unter anderem Grünschnitt. Für die Böschungssanierung und die Ausbaggerungsarbeiten werden derzeit die Planungen erstellt.


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